Die Pille danach
10.1.2009
Es sollte nicht passieren, aber doch kommt es immer wieder zu sog. Verhütungsunfällen, z.B. ein gerissenes Kondom. Die Panik bei den Betroffenen ist meist groß – zu Recht, denn auch die “Pille danach” konnte in den vergangenen Fällen eine Schwangerschaft nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% verhindern. Worauf kommt es bei der Einnahme der “Pille danach” also an, um das Risko einer Schwangerschaft zu minimieren?
Um das Risiko einer Schwangerschaft zu minimieren, sollte die “Pille danach” innerhalb von 24h eingenommen werden. Nur dann wirkt die “Pille danach” mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 95%. Ist bereits ein ganzer Tag vergangen, so sinkt der Wirkungsgrad bereits auf 85% und nach zwei Tagen auf lediglich knapp 60%. Passieren “Missgeschicke” dieser Art häufiger, sollte man sich nicht zu sehr auf die “Pille danach” verlassen. Bei wiederholter Anwendung sinkt die Wirksamkeit des Medikaments.
Die “Pille danach” ist also keinesfalls eine Alternative zur regulären Verhütung, sondern muss das letzte Mittel bleiben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Nebenwirkungen der “Pille danach” etwas stärker sind, als bei der normalen Pille. Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen sind nach der Einnahme nicht ungewöhnlich. Auch wenn keine Beschwerden auftreten – eine Kontrollunterschuchung ca. 3 Wochen nach der Einnahme ist in jedem Fall anzuraten.
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