Wellness und Gesundheit

Keuchhusten

KeuchhustenBei Keuchhusten (auch Pertussis oder Stickhusten) handelt es sich um eine akute bakterielle Infektion der Atemwege. Keuchhusten ist sehr verbreitet und in Entwicklungsländern ein Grund für die hohe Säuglingssterblichkeit. Von den weltweit jährlich über 50 Millionen Fällen enden 600′000 tödlich. In der Schweiz beträgt die Sterblichkeit dank Impfung nur noch etwa 1%.

Keuchhusten Erreger und Übertragung

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis (seltener auch Bordetella parapertussis) ausgelöst. Die Infektion erfolgt durch Tröpfcheninfektion meist durch einen symptomfreien Träger.

Bordetalla pertussis setzt ein spezifisches Gift frei. Dieses Pertussis-Toxin haftet an den Schleimhäuten des Atemtraktes und führt dort zu Zellschädigungen und einer Entzündung, wodurch zähflüssiger Schleim gebildet wird. Dieser führt zu den typischen Hustenanfällen.

Keuchhusten Symptome und Verlauf

Keuchhusten ErregerNach einer Inkubationszeit von 1-2 Wochen verläuft eine Keuchhustenerkrankung in drei Phasen. In den ersten 1-2 Wochen tritt normaler Husten auf, manchmal auch leichter Schnupfen und Fieber. In einer nächsten Phase kommt es zu häufigen starken und meist nachts auftretenden Hustenanfällen. Beim Husten strecken die Kinder die Zunge raus. Die Anfälle enden meist mit einem schweren, pfeifenden und keuchenden Atemzug.

Der Allgemeinzustand der Patienten ist ansonsten recht gut, das Fieber steigt selten hoch. Nach 2-6 Wochen geht der Husten langsam zurück, die Erschöpfung kann aber noch länger anhalten. Bei Kindern unter sechs Monaten und Erwachsenen können die Hustenanfälle fehlen.

Manche Kinder erbrechen sich nach dem Husten. Es kann auch zu akuter Atemnot kommen und die Kinder können dadurch rot anlaufen. Bei Säuglingen kann es zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen kommen. Vor allem bei kleinen Kindern können Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Gehirnentzündungen mit Krampfanfällen vorkommen.

[In diesem Absatz im Bild: Der Keuchhusten Erreger Bordetella pertussis]

Keuchhusten Diagnose und Therapie

Typischen Beschwerden und Erkrankungen im Umfeld lassen bereits eine recht sichere Diagnose zu. In der Initialphase kann der Erreger im Nasen- und Rachenabstrich nachgewiesen werden.
Eine möglichst früh einsetzende und 2 Wochen dauernde Behandlung mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf verkürzen, den Ausbruch der Krankheit aber nicht verhindern. Auch Kontaktpersonen können prophylaktisch mit Antibiotika behandelt werden. Bei Erstickungsanfällen sollte das Kind hochgenommen werden. Wenn sich kleine Kinder erbrechen müssen, sollten sie nicht auf dem Rücken liegen und ständig überwacht werden.

Schutz gegen eine Keuchhusten-Infektion bietet eine Schutzimpfung, die möglichst früh gemacht werden sollte, da vor allem sehr kleine Kinder Erstickungsanfälle erleiden. Ein durchgemachter Keuchhusten führt zu lang andauernder Immunität.

Ähnliche Beiträge:

  • Infektionskrankheiten Bei einer Infektion dringen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten in den Organismus ein und können zu
  • Kinderkrankheiten Übersicht Unter Kinderkrankheiten versteht man Erkrankungen, die vorwiegend oder ausschliesslich im Kindesalter auftreten. Kinderkrankh
  • Pfeiffersches Drüsenfieber Der Name Pfeiffersches Drüsenfieber geht auf den deutschen Internisten Emil Pfeiffer (1846-1921) zurück. Pfeiffersches Drüsen
  • Mumps Mumps ist weltweit recht verbreitet und tritt gehäuft im Winter und Frühling auf. Mumps tritt zwar nicht nur bei Kindern auf.
  • Dreitagefieber Dreitagefieber ist eine recht harmlose Virusinfektion, die weltweit auftritt. Der Mediziner spricht von Exanthema subitum ode
  • Fieber beim Kind Die Körpertemperatur hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören körperliche Anstrengungen, Aufregung, Essen, Trinken u
  • Masern Bei den Masern handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die zu einem typischen Hautauschlag führt. Nach Schätzungen der

Ihr Kommentar: