Wellness und Gesundheit

Lichttherapie

lichttherapieEs gibt verschiedene Formen von Lichttherapie: zur Behandlung von psychischen Störungen sowie zur Behandlung von Hautkrankheiten. Die Lichttherapie zur Behandlung psychischer Probleme verwendet spezielle Lampen, die wenig UV-Licht ausstrahlen und wenig Wärme entwickeln. Die Lampen besitzen Leuchtstärken zwischen 2’500 und 10‘000 Lux (zum Vergleich: eine Kerze erzeugt etwa 1 Lux).

Anwendung

Die Lichttherapie hat sich als Therapiemethode bei den sogenannt saisonal-abhängigen Depressionen (SAD) bewährt. In Mitteleuropa leiden etwa zwei Prozent der Erwachsenen unter SAD, wobei Frauen viermal häufiger betroffen sind als Männer. Die Erkrankung hat viele Anzeichen einer Depression, beschränkt sich aber auf die dunkle Jahreszeit. Im Spätherbst/Winter bewirkt sie bei den Betroffenen Traurigkeit, Reizbarkeit, Energielosigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis sowie Heisshunger auf Kohlenhydrate (v.a. auf Süssigkeiten).

Auch bei schwächeren winterlichen Verstimmungen zeigt die Lichttherapie gute Wirkungen. Bei der Behandlung von saisonal-unabhängigen Depressionen kann sie als Ergänzung zu anderen Therapiemethoden eingesetzt werden.

Wirkfaktoren

Es wird angenommen, dass eine Störung des Serotoninhaushaltes im Gehirn die SAD verursacht. Serotonin ist ein Botenstoff im Hirn. Seine Konzentration unterliegt saisonalen Schwankungen: Im Herbst und Winter werden die niedrigsten Werte gemessen. Der Heisshunger auf Kohlenhydrate liesse sich dadurch erklären, da Kohlenhydrate die Serotoninproduktion anregen (z.B. Schokolade). Ebenso scheint die Produktion des Hormons Melatonin im Tagesverlauf verschoben zu sein, was zu der für SAD typischen Müdigkeit und Energielosigkeit führen könnte. Das in der Therapie verwendete starke Licht scheint die Produktion von Serotonin anzuregen und die Schwankungen des Melatonins günstig zu beeinflussen. Bei zirka 60 Prozent der Behandelten stellt sich – zum Teil schon nach wenigen Tagen – eine deutliche Verbesserung der Stimmung und des Antriebs ein. Nebenwirkungen sind bei korrekter Durchführung bisher keine bekannt. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, ist Vorsicht angebracht.

Therapiemethode und Verlauf

Je nach Stärke der Lampe sitzen die behandelten Personen 30 Minuten bis zwei Stunden im Licht. Mit der Distanz von der Lichtquelle nimmt die Wirkung des Lichts ab. In regelmässigen Abständen schaut man für kurze Zeit direkt in die Lichtquelle – ohne zu starren! Abgesehen davon kann einer Tätigkeit wie Lesen oder Fernsehen nachgegangen werden. Die besten Effekte wurden mit morgendlichen Behandlungen mit intensivem Licht (10‘000 Lux) erzielt.

Das  Licht scheint aber auch Wirkung zu zeigen, wenn man es tagsüber oder Abends einsetzt. Die Behandlung dauert mindestens eine Woche, kann aber den ganzen Winter hindurch fortgesetzt oder wiederholt eingesetzt werden. Wenn nach einer Woche keine Besserung eintritt wird die Dosis auf das Doppelte erhöht. Obendrein können abendlich Licht-Behandlungen eingesetzt werden.

Zeigt die Therapie auch mit hoher Intensität und abendlichen Behandlungen keine Wirkung, sollte zusätzlich eine medikamentöse Behandlung in Erwägung gezogen werden.

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Ein Kommentar zu “Lichttherapie”

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