Wellness und Gesundheit

Masern

MasernBei den Masern handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die zu einem typischen Hautauschlag führt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich etwa 1 Million Menschen an den Folgen von Masern. In Ländern mit gutem Gesundheitsnetz wird oft gegen Masern geimpft, sodass die Erkrankung selten geworden ist. Weltweit gesehen stellt die Masernerkrankung vor allem für unterernährte Kinder ein grosses Gesundheitsproblem dar. In Industrieländern sterben etwa 1-3 von 10′000 an Masern, in Entwicklungsländern kann die Sterblichkeit 5 bis 10% betragen.

Masern Erreger und Übertragung

Die Krankheit Masern wird durch Masernviren verursacht. Es kommt nur ein Antigentyp vor. Das Masernvirus befällt bevorzugt Zellen des Nerven- und Immunsystems. Die Krankheit ist für nichtimmune Personen sehr ansteckend und 99 von 100 Infizierten erkranken auch. Betroffen sind vor allem Klein- und Schulkinder. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Eine Übertragung auf Mitmenschen ist auch schon vor Ausbruch der Krankheit möglich.

Masern Symptome und Verlauf

Die Inkubationszeit bei Masern beträgt etwa 2 Wochen. Danach treten zuerst allgemeine Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Bauch- und Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Lichtscheu, Bindehautentzündung und geschwollenen Lymphknoten auf. Das Gesicht ist aufgedunsen. Diese Symptome klingen dann wieder ab. Danach treten auf der Mundschleimhaut weissliche fest haftende Beläge auf, die von einem geröteten Hof umgeben sind. Man spricht von Koplik-Flecken.

In einem zweiten Abschnitt steigt das Fieber wieder steil an. Die Symptome des ersten Stadiums verstärken sich, ein roter grossflächiger Hautausschlag erscheint am ganzen Körper. Oft beginnt der Masernausschlag hinter den Ohren und im Gesicht. Dann breiten sich die roten Flecken über den ganzen Körper aus und fliessen teilweise auch zu grösseren Flächen zusammen. Diese Flecken entstehen durch eine virusbedingte grössere Durchlässigkeit der Blutgefässe. Nach etwa 4 Tagen verschwinden die Flecken, die Haut beginnt sich zu schuppen. Dauert das Fieber deutlich länger an, muss mit Komplikationen gerechnet werden.

Bei jeder 5. Masererkrankung treten Komplikationen auf. Das Masernvirus beeinträchtigt über mehrere Monate unser Immunsystem. Dadurch kommt es nebst den vom Masernvirus ausgelösten Beschwerden auch leichter zu bakterielle Zweitinfektionen. Es können Bronchitis, Mittelohrentzündung, Kehlkopfentzündung mit Atemnot, Lungenentzündung (Masernpneumonie), Schmerzen durch Schwellung der Lymphknoten im Bauchraum, akuter Blinddarmentzündung und manchmal sogar Gehirnentzündung auftreten. Diese Erkrankungen können für Kinder lebensbedrohend sein und bedürfen so rasch wie möglich fachmedizinischer Hilfe.

Masern Diagnose und Behandlung

Das typische Symptombild der Masern mit dem zweigipfligen Fieberverlauf machen es dem erfahrenen Arzt in der Regel leicht, eine Diagnose zu stellen. Am Anfang kann die Erkrankung auch im Nasensekret identifiziert werden, später können Antikörper nachgewiesen werden. Bei Masern sollte wegen häufiger Komplikationen immer ein Arzt aufgesucht werden.

Bei problemlosem Verlauf werden Masern symptomatisch behandelt. Bei einer bakteriellen Zweitinfektion kommen meist Antibiotika zum Einsatz. Zur Erinnerung: Antibiotika helfen nur gegen Bakterien, zur Bekämpfung von viralen Erkrankungen sind sie nicht geeignet.

Gegen Masern kann vorsorglich geimpft werden. Die Impfung wird wegen der möglichen Komplikationen empfohlen. Gegen Masern wird häufig in einer Kombinationsimpfung zusammen mit Mumps und Röteln geimpft. Zudem gibt es eine passive Immunisierung, die kurz nach der Ansteckung noch angewendet werden kann. Nach einer Masernerkrankung ist man in der Regel für den Rest des Lebens gegen das Masern-Virus immun.

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