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Mumps

MumpsMumps ist weltweit recht verbreitet und tritt gehäuft im Winter und Frühling auf. Mumps tritt zwar nicht nur bei Kindern auf. Bei Kindern ist er jedoch am häufigsten. Ohne eine aktive Immunisierung tritt die Infektion am häufigsten zwischen dem 5. und 9. Lebensjahr auf. Bis zum 15. Lebensjahr ist eine Durchseuchung von 90% erreicht.

Mumps Erreger und Übertragung

Mumps ErregerDas Mumpsvirus ist äusserst ansteckend und wird durch Tröpfchen übertragen. Die Inkubationszeit dauert 2-3 Wochen, meistens etwa 18 Tage. Für andere ansteckend ist der Träger aber schon eine Woche vor Ausbruch und bis zu zwei Wochen nach der Erkrankung.

Mumps Symptome und Verlauf

Bei einer Mumpsinfektion sind häufig die Ohrspeicheldrüse und anderen Speicheldrüsen geschwollen. Dadurch entstehen die für Mumpserkrankungen typischen Hamsterbäckchen. Diesen schmerzhaften Schwellungen können Symptome wie Hals- oder Kopfschmerzen vorausgehen. Die Schwellung beginnt meist auf der einen Seite und breitet sich dann aus. In etwa einem Fünftel der Fälle bleibt nur eine Seite betroffen. Parallel kann leichtes Fieber auftreten. Kauen und Kopfbewegungen sind nur eingeschränkt möglich. Es können Ohrenschmerzen auftreten. Durch die Schwellungen stehen sie Ohrläppchen etwas ab. Daher kommt der Begriff „Ziegenpeter“.

Bei einer Mumpsinfektion während oder nach der Pubertät kann es zu gefährlichen Entzündungen kommen. Es können sich Brustdrüsen, Eierstöcke oder Hoden entzünden, was bis zur Unfruchtbarkeit führen kann. Gelegentlich kommt es auch zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Dies klingt zwar meist folgenlos ab, führt aber zu unangenehmen Symptomen wie Oberbauchschmerzen, Erbrechen oder Fettstuhl.

Sehr gefürchtet ist die Gehirnhautentzündung oder Meningitis. Sie äussert sich durch Nackensteife, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Krämpfe. Eine Meningitis kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, tödlich ausgehen. Mumps ist bei den unter 15 jährigen die häufigste Ursache für eine virale Hirnhautentzündung. In einigen Fällen tritt nach einer Mumpserkrankung auch Taubheit auf.

Mumps Diagnose und Behandlung

Mumps ist, wenn er typisch verläuft, für den Arzt leicht erkennbar. Bei Unsicherheit kann das Virus während der akuten Erkrankungsphase aus Blut, Speichel, Urin oder Liquor isoliert werden. Es ist wichtig das Virus gegen anderen Erreger abzugrenzen.

Ein Arztbesuch ist bei Mumps immer indiziert, bei grösseren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sogar dringend notwendig. Dadurch können Komplikationen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Treten Schläfrigkeit, Apathie, Reizbarkeit, Berührungsempfindlichkeit, steifer Nacken, Erbrechen, starke Bauchschmerzen oder Schmerzen in der Hodengegend auf, muss dringend ein Arzt konsultiert werden.

Die Behandlung von Mumps erfolgt symptomatisch. Es werden je nach Bedarf schmerzlindernd oder fiebersenkende Mittel verabreicht. Daneben gibt es viele altbewährte Hausmittel zur Behandlung der Beschwerden.

Da im Rahmen einer Mumpserkrankung einige gefährliche Komplikationen auftreten können, wird meistens gegen Mumps geimpft. Da vor allem die Hodenentzündung im Rahmen von Mumps nicht gerade selten ist, wird die Impfung vor allem für Jungen nahe gelegt. Gegen Mumps wird häufig in einer Kombinationsimpfung zusammen mit Masern und Röteln geimpft. Eine abgeschwächte Form der Erkrankung ohne schwerwiegende Komplikationen kann aber auch nach der Impfung noch vorkommen.

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