Ökostrom
16.12.2009
Alle reden vom Klimawandel. Doch was kann der kleine Bürger tatsächlich für eine gesunde Umwelt tun? Neben einem strikten Sparkurs beim Verbrauch von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl, Erdgas, die im wesentlichen für die Kohlendioxid-Emission und damit für die Erderwärmung verantwortlich sind, ist es an der Zeit, „schmutzige“ Energie zu Gunsten von „sauberer“ Energie zu tauschen. Die vier großen Stromkonzerne, namentlich E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall – sie versorgen ca. % der deutschen Haushalte – bieten zwar ebenfalls den sogenannten Öko-Strom an, produzieren ihn aber selbst nur in geringen Mengen. Noch ist die Erzeugung von schmutzigem Strom schlicht billiger. Durch das RECS-Zertifikat können die Konzerne “schmutzigen” Strom einfach Umetikettieren. Echten Ökostrom hingegen, findet man vor allem bei Anbietern, die bewusst auf bestimmt Zertifikat verzichten. Übrigens: Ein Wechsel des Stromanbieters kann aber nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel schonen.
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Ökostrom: Was ist das?
Ökostrom wird aus regenerativen, also erneuerbaren, nicht fossilen Energiequellen erzeugt und ist somit CO2-neutral. Herkömmlich erzeugter Strom hingegen, wird – wenn nicht mittels Atomenergie – aus Kohle, Erdöl oder Erdgas erzeugt, bei deren Verstromung das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre entweicht. Wissenschaftler machen CO2 maßgeblich für wie zerstörung der Ozonschicht verantwortlich, was in der Folge zu extremen Wetterphänomenen wie Starkregen, extremer Trockenheit sowie Wirbelstürmen führt und die allgemeine Erderwärmung zur folge hat.
CO2-neutraler erzeugter „Ökostrom“ kann aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Holz, aber auch aus Sonnenenergie (Solarstrom), Windenergie, Wasserkraft oder aus sogenannter Biomasse (z.B. organische Abfälle) gewonnen werden. Wichtiger Bestandteil der Ökostrom-Bewegung ist dabei die Regionalisierung und Dezentralisierung der Stromerzeugung, um einerseits nicht länger dem Preisdiktat der Großkonzerne unterworfen zu sein und andererseits den Strom dort zu erzeugen, wo er genutzt wird. Die Umweltverbände drängen auf die mittelfristige Abschaltung der konventionellen Kraftwerke zu Gunsten regenerativer Anlagen.
Wer hierzulande tatsächlich Strom aus regenerativer Erzeugung nutzen möchte sollte sich zuvor bei den Umweltverbänden informieren. So gut wie alle deutschen Umweltverbände haben sich mittlerweile im Rahmen der Kampagne „Atomausstieg selber machen“ zusammengeschlossen, die über die Anbieter von Ökostrom informiert und gegebenenfalls empfiehlt. Wie erwähnt, unterstützen die Umweltorganisationen nur ausgewählte Zertifikate. Dennoch finden sich in dem Bündnis auch Organisationen, die das “Grüner Strom Label“ und das „OK Power Label“ unterstützen.
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